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Heilsames

Dann geht es Ihnen möglicherweise ebenso wie mir – Sie würden bestimmt gerne am Ende des Urlaubs die Essenz des Südens einfangen und mitbringen. Denn eines ist ganz sicher: Ganz gleich, wie heiß es jetzt ist, die kalte, dunkle Jahreszeit kommt bestimmt, und dann scheint nichts ferner als die Wärme, die Sonne und die Wohlgerüche des Südens.

„Was die einzelnen Menschen angeht, dachte ich mir, dass Gott sie herausgegriffen hat und dass sie selbst (daraus) erkennen müssen, dass sie eigentlich Tiere sind. Denn jeder Mensch unterliegt dem Geschick und auch die Tiere unterliegen dem Geschick. Sie haben ein und dasselbe Geschick. Wie diese sterben, so sterben jene. Beide haben ein und denselben Atem. Einen Vorteil des Menschen gegenüber dem Tier gibt es da nicht. Beide sind Windhauch. Beide gehen an ein und denselben Ort. Beide sind aus Staub entstanden, beide kehren zum Staub zurück. Wer weiß, ob der Atem der einzelnen Menschen wirklich nach oben steigt, während der Atem der Tiere ins Erdreich hinabsinkt?" Prediger 3, 18–21

In der Übersetzung der Bibel „Hoffnung für alle“ lautete der Text: „Ich habe begriffen, dass Gott die Menschen prüft. Sie sollen erkennen: Nichts unterscheidet sie von den Tieren.“ Nichts unterscheidet uns von den Tieren ...

„Frage doch die Tiere, sie werden dichʼs lehren, und die Vögel unter dem Himmel, die werden dir's sagen, oder die Sträucher der Erde, die werden dichʼs lehren, und die Fische im Meer werden dirʼs erzählen. Wer erkennte nicht an dem allen, dass des Herrn Hand das gemacht hat, dass in seiner Hand ist die Seele von allem, was lebt, und der Lebensodem aller Menschen?“ Hiob 12, 7–10
Die Erde trägt aber nicht nur uns. Sie trägt auch Pflanzen und Tiere. Tiere, die auf fast jeder Seite der Bibel Erwähnung finden, sind für viele Menschen auch heute zum täglichen Begleiter und oft einzigen „Ansprechpartner“ in der Einsamkeit geworden.

Aus einem Brief von Bernhard von Clairvaux (1090–1153)

„Neid und Ärger verkürzen das Leben, Kummer macht vorzeitig alt.“ Jesus Sirach 30, 24

Das hat mir schon meine Großmutter mit auf den Weg gegeben: Gegen Neid ist kein Kraut gewachsen – er frisst und nagt, er quält und bohrt und er zerstört. Meine Großmutter hat niemals viel gehabt im Leben und harte, sehr harte Zeiten durchgemacht, aber sie war mit ihren 84 Jahren jünger als manch ein 30-Jähriger, den ich kenne. Weil sie zufrieden war und Neid nicht kannte. Ganz gleich, was Neid sonst noch so tut, in erster Linie entstellt er Menschen. Er verzerrt ihr Antlitz, macht sie hart und verbittert.