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Liebes-Süchtler

Denn den meisten ist kein Ziel zu schwierig – kein Preis zu hoch. Nicht selten arbeiten sie sogar bis zum Umfallen dafür und laufen allen möglichen Dingen hinterher, von denen sie glauben, dass sie ihnen die Liebe und Anerkennung anderer Menschen einbringen könnten.

Der grausame Trugschluss lautet dann: Solange ich es nicht erreicht habe oder besitze, so lange bin ich nicht glücklich. So lange habe ich keine Bewunderung und Aufmerksamkeit. So lange werde ich nicht beachtet und geliebt. Nicht haben wird zu nicht geliebt werden. Wie grausam!

Denn sobald jemand anderes ebenfalls diesen hohen Preis bezahlt hat, geht das Spiel von vorne los, und wir brauchen wieder dringend etwas Neues, um uns liebenswert aus der Masse hervorheben zu können. Und plötzlich stehen wir im Wettbewerb um die Liebe. Mit vielen anderen. Unser Leben wird dominiert von Sorge und Argwohn, wir werden ängstlich und misstrauisch, und jeder, der scheinbar besser oder begehrenswerter ist als wir, wird zum Feind.

Wir sprechen abfällig über die, die mit scheinbarer Leichtigkeit erreichen, was wir uns hart erarbeiten mussten. Wir blicken nicht mehr hinter die Stirn, greifen diejenigen an, die wir lieben. Wir werden gemein, weil wir nicht bekommen, was wir doch so dringend brauchen. Wir verfeinden uns mit denen, die auf unserer Seite stehen. Wir treten die Harmonie mit Füßen und fühlen uns bedroht.

Je schlimmer es wird, desto mehr werden wir unsere Umwelt manipulieren. Wir bauen unsere Macht aus, und unsere Forderungen wachsen ins Unerreichbare, damit wir noch mehr leisten und kämpfen müssen. Jede Zelle ist bereit, für Anerkennung und Liebe zu kämpfen. Und was geschieht in diesem Moment? Wir sind weiter entfernt davon, geliebt zu werden, als wir es uns vorstellen können. Denn wir machen unserer Umwelt Druck. Wir verbreiten schlechte Laune, und dabei ist alles nur ein Hilferuf, geliebt werden zu wollen.

Denn so fing die Geschichte einmal an – erinnern Sie sich? Heilsame Beziehungen – der Gratis Newsletter aus dem Lebensschiff, der sich mit Ihnen auf die Reise macht und Ihnen den Weg weist, wie Sie Ihre Verlustängste lieben lernen der Liebe, nach der Sie sich sehnen Herz und Seele öffnen  

Wir wollen alle geliebt werden.

Werden wir nicht geliebt,
wollen wir bewundert werden.

Werden wir nicht bewundert,
wollen wir gefürchtet werden.

Werden wir nicht gefürchtet,
wollen wir gehasst und missachtet werden.

Wir wollen ein Gefühl in unseren Mitmenschen auslösen,
ganz gleich, um welches sich dabei auch handeln mag.

Die Seele zittert vor der Leere
und sucht den Kontakt um jeden Preis.

Hjalmar Söderberg, schwedischer Schriftsteller, 1869–1941